Herzlich Willkommen am Christbaumhof der Fam. Wurm/Ratzinger

Wachsstöcke


Die Herstellung von Wachsstöcken hat eine lange Tradition.

Einst stellte man Wachsstöcke, die im 12. Jahrhundert das erste Mal urkundlich erwähnt wurden und in ganz Europa verbreitet waren, bei den Frühmessen oder abendlichen Rosenkränzen als Lichtquelle auf den Betstuhl. Da konnte es schon vorkommen, dass man darauf vergaß, den Wachsstock umzudrehen und den Docht neu aufzustellen. Noch heute kann man auf alten Kirchenbänken schwarze Brandflecken von anno dazumal entdecken.

Doch auch daheim kam der Wachsstock zum Einsatz. Seinen Platz hatte er meistens im Herrgottswinkel.
Heute werden die Kunstwerke meist nicht mehr entzündet. Man bewahrt sie als Andenken an besondere Anlässe auf.

Herstellung

Bei der Erstellung eines Wachsstockes wird ein Stück Holz mit einer Wachsschnur umwickelt bis das Ganze die Form eines Büchleins hat.

Die wichtigsten Faktoren für die Arbeit sind natürlich Fingerfertigkeit, Genauigkeit und Gestaltungsideen. Auch das Material stellt Ansprüche: ist die Schnur zu warm, fängt das Wachs zu kleben an, ist es zu kalt, wird die Schnur brüchig.

Das fertige Produkt wird anschließend mit Bildern und Borten aus Wachs, sowie mit Schriftzügen mit viel Liebe verziert und veredelt. Auch Fotos können eingearbeitet werden. Jedes Stück wird in Handarbeit hergestellt und ist somit unverwechselbares Einzelstück.

Beim Wachswickeln können nicht nur Bücher erzeugt werden, es sind auch viele andere Formen möglich.

Entsprechend vielfältig sind die Produkte - so wird jedes Stück zum Unikat.

 

zuletzt aktualisiert: 26.06.2013